Erster Platz beim Azubi-
Börsenspiel der FAZ:

„Vielleicht werde ich ja mal Bankdirektor!“

Jan steht kurz vor dem Abschluss seiner Ausbildung zum Bankkaufmann. Ende letzten Jahres hat er kurzentschlossen beim Azubi-Börsenspiel der FAZ mitgemacht und war selbst überrascht, dass er am Ende ganz vorne war. Aus 50.000 Euro Spielgeld-Startkapital hat er durch geschickte Investitionen in drei Monaten über 500.000 Euro gemacht und außerdem seine Begeisterung fürs Wertpapiergeschäft und eine mögliche berufliche Perspektive für sich entdeckt. Warum ihm das Spiel so viel Spaß gemacht hat und was der Schlüssel zum Erfolg war, verrät er im Interview.

Zunächst mal herzlichen Glückwunsch zum ersten Platz beim Börsenspiel!

(lacht) Danke, danke – ich hab mich riesig gefreut, dass ich am Ende vorn war. Am Anfang sah das überhaupt nicht so aus…

Du bist also erst im Laufe des Spiels so richtig in Fahrt gekommen?

Ja, genau so war’s. Das Spiel ist ja auf drei Monate angelegt. Ich hatte mich angemeldet, habe mich im ersten Monat aber kaum um mein Depot gekümmert. Mein Startkapital war von 50.000 auf 40.000 geschrumpft. Ich musste mir also etwas einfallen lassen.

Wie hast du es dann geschafft, in die Erfolgsspur zu kommen?

Zunächst mal habe ich mich genau übers Marktgeschehen informiert und mir Tipps bei den Kollegen in meiner Filiale geholt. Statt einfach nur Aktien zu kaufen, habe ich einen Großteil meines Depots auf Optionsscheine umgestellt. Das ist natürlich riskanter, aber die möglichen Ertragschancen sind höher. Zur Absicherung habe ich mir immer bestimmte Limits zum Kaufen und Verkaufen gesetzt – daran habe ich mich dann auch gehalten, und es hat funktioniert.

Kennst du dich denn so gut mit Wertpapieren aus?

Na ja, am Anfang nicht wirklich. Als die Einladung zur Teilnahme am Börsenspiel kam, war ich in meiner Ausbildung gerade in der Wertpapierphase, das heißt: Ich hatte einen ersten Überblick und ein paar Grundkenntnisse. Aber während der Teilnahme am Börsenspiel habe ich richtig viel gelernt, jeden Tag Kurse und Marktentwicklungen beobachtet. Vor allem der regelmäßige Austausch mit meinen Kollegen hat unheimlich viel gebracht. Da war dann jeden Tag morgens schon die Frage „Na, Jan – wie stehen die Aktien?“ – das hat meinen Ehrgeiz natürlich noch mehr geweckt.

Beim Börsenpiel gibt es ja auch etwas zu gewinnen...

Ja, klar! Die Gewinner sind für einen Tag in die Deutsche Bank Zentrale nach Frankfurt eingeladen worden. Das war, ehrlich gesagt, am Anfang einer der Hauptgründe, warum ich mitgemacht habe. Der Tag war dann auch super. Besonders spannend fand ich, dass wir Dr. Ulrich Stephan, den Chief Investment Officer der Deutschen Bank, persönlich kennen lernen konnten. Er hat uns über seinen Werdegang bei der Bank erzählt und uns einen kleinen Einblick in seinen beruflichen Alltag gegeben. Viel Schlaf bekommt er wohl nicht… (lacht)

Welche Erfahrungen nimmst du mit?

Eine ganze Menge. Zunächst mal habe ich für mich herausgefunden, dass mir das Wertpapiergeschäft liegt und Spaß macht. Ich verfolge jetzt auch weiterhin das Geschehen an der Börse und kann mir gut vorstellen, später in diesem Bereich zu arbeiten. Sehr deutlich ist mir auch geworden, wie groß der Unterschied zwischen Spiel und realem Anlagegeschäft ist. Anlagen sind ja in der Regel eher eine längerfristige Angelegenheit – da kommt es vor allem auch darauf an, die Risiken im Auge zu behalten und – je nach Vorgaben des Kunden – möglichst gering zu halten.

Wolltest du eigentlich schon immer Bankkauffmann werden?

Das hat sich eher allmählich entwickelt. Meine Mutter dachte schon immer, dass die Bank für mich das Richtige sein könnte. Ich hatte zwischendurch sogar mal überlegt, Polizist zu werden. Beim Vorstellungsgespräch bei der Deutschen Bank hat mir dann besonders gut gefallen, dass es da nicht nur um Noten ging, sondern um den ganzen Menschen. Ich hatte das Gefühl, dass man mir hier etwas zutraut. (lacht) Na ja – vielleicht werde ich jetzt ja sogar mal Bankdirektor!

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