DH-Studium als Karrieresprungbrett?

Alles begann mit einem DH-Studium. Nach zwei Jahren in der Spezialberatung Investment ist Alexander Coenen heute stellvertretender Filialdirektor bei der Deutschen Bank in Krefeld. Im Gespräch erzählt er von seinem bisherigen Karriereweg. Als Ausbildungsbeauftragter hat er natürlich auch einige Tipps parat.

Vor jetzt knapp zehn Jahren sind Sie mit einem DH-Studium bei der Bank gestartet und heute in einer mittleren Managementfunktion tätig. Ganz schön schnell, wie sich das alles entwickelt hat. Erinnern Sie sich noch an die Anfänge?

(lacht) Oh ja, daran erinnere ich mich sehr gut. Die Möglichkeit des DH-Studiums war damals noch längst nicht so bekannt wie heute. Ich wollte schon als kleiner Junge zur Bank und deshalb habe ich mich nach dem Abitur für eine Ausbildung zum Bankkauffmann beworben. Beim Vorstellungsgespräch hat mein Ausbilder mich dann auf die Idee mit dem Studium gebracht. Das war genau der richtige Tipp zum richtigen Zeitpunkt.

Sie haben BWL Bank an der DHBW Mannheim studiert?

Ja, genau. Wir waren damals 19 DH-Studenten in Baden-Württemberg – der erste Jahrgang mit Bachelor-Abschluss. Studium in Mannheim, Arbeiten in Mönchengladbach - ich bin damals vierteljährlich mit dem kompletten Hausstand gependelt. Eine ziemlich intensive, aber auch anstrengende Zeit.

Wie haben Sie Ihr Studium erlebt?

Mir hat immer gut gefallen, dass ich beide Welten hatte. Auf der einen Seite konnte ich mich intensiv mit einzelnen Themen beschäftigen, auch strategisch und konzeptionell arbeiten. Auf der anderen Seite konnte ich das, was ich gelernt habe, immer gleich anwenden und auf Praxistauglichkeit überprüfen. Wie will man über Produkte, Prozesse und Kunden reden oder nachdenken, wenn man noch nie einen Kunden persönlich gesehen hat? „Bloß keine Schornsteinkarriere“ hat mir meine erste Regionsleiterin mit auf den Weg gegeben. Und das war dann nach dem Studium auch erst einmal mein Ziel: Im direkten Kundenkontakt bleiben, aber auch Führungsverantwortung übernehmen.

Klare Ziele, überdurchschnittliche Leistungen – sind das die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Berufsweg bei der Bank?

(denkt kurz nach) Ziele, Leistung – ja das gehört sicher dazu. Wichtig ist es aber auch, selbst aktiv zu werden. Interesse haben, an dem, was man tut. Eigene Schwerpunkte entdecken. Ich habe immer jede Möglichkeit genutzt, auch „außer der Reihe“ Projekte zu begleiten - einfach weil ich Lust darauf hatte, auch über den Tellerrand zu schauen und mich auszuprobieren. Wer selbst aktiv wird, hat hier in der Deutschen Bank beste Chancen. Da gibt es immer Menschen, die auf dich aufmerksam werden, mehr Wissen und Erfahrung haben und dich unterstützen.

Apropos „aktiv sein“. Sie haben während Ihres Studiums auch ein Auslandspraktikum gemacht?

(lacht) Ja, stimmt. Ich war vier Monate in Vietnam. Das war eine wirklich unglaubliche Erfahrung und ein gutes Beispiel dafür, was bei der Bank alles möglich ist. Das Auslandspraktikum gehört beim BWL Bank-Studium nicht zum Standard, ist bei sehr guten Leistungen aber möglich. Ich habe mich mit meinem Ausbildungsleiter abgestimmt und dann selbst Kontakte für einen Praktikumsplatz geknüpft - ganz bewusst in einem etwas „exotischeren“ Land. Das war ein Sprung ins kalte Wasser, aber ich habe das nie bereut. Die Kollegen vor Ort haben mich so herzlich aufgenommen, ich habe unglaublich viel gelernt.

Eine Ausbildung zum Bankkaufmann/zur Bankkauffrau oder ein DH-Studium? Was würden Sie jungen Leuten, die jetzt vor der Entscheidung stehen, raten?

Ich denke: Das hängt ganz stark von den individuellen Neigungen ab. Ein DH-Studium – das sollte man nicht unterschätzen – ist sehr fordernd, das Pendeln zwischen Ausbildung und Fachhochschule nicht jedermanns Sache. Und: Auch beim Studium gilt die 40 Stunden-Woche. Wer sich nicht sicher ist und erst einmal genug von der Schule hat, der sollte sich erst einmal für eine Ausbildung entscheiden. Auch dann ist die berufliche Entwicklung in jede Richtung offen. Bei der Bank gibt es so viele Talent- und Förderprogramme. Wer will, kann später berufsbegleitend studieren. Wie gesagt: Alles ist möglich…

Und wie geht es bei Ihnen weiter?

In der Bank bewegt sich ja immer etwas. Ich finde es spannend, wie die Filialwelt sich in den kommenden Jahren entwickeln wird, generell interessiert mich die Bank der Zukunft, speziell die Digitalisierung. Ich habe große Lust darauf, diese Zukunft mitzugestalten. Wo und wie? Mal sehen!

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