Leon ist Dualer Student in Hamburg und wird sein Business Administration-Studium im kommenden Jahr mit dem Bachelor abschließen. Nach dem Abi hat er sich zunächst ein wenig in der Welt umgeschaut und in Neuseeland und London seine Englisch-Sprachkenntnisse vertieft. Heute reist er gerne per „Blind Booking“ und lässt sich überraschen, ob die Reise nach Rom, Barcelona oder Kopenhagen führt. Früher war Leon im Hockey aktiv, heute spielt er Golf, weil man dabei „Sport und Naturerlebnis verbinden und sich so schön miteinander unterhalten kann.“ Im Interview berichtet er über sein Studium und seine Pläne.

Warum hast du dich für ein Duales Studium entschieden?

Das war bei mir wahrscheinlich ähnlich wie bei vielen anderen Dualen Studenten: Ich wollte studieren, aber auf jeden Fall den Bezug zur Praxis behalten. Ich interessiere mich sehr für Politik und für wirtschaftliche Zusammenhänge. Durch die Finanzkrise vor ein paar Jahren hat sich dieses Interesse noch verstärkt. Banken stehen im Zentrum des Wirtschaftskreislaufes und sind in alles involviert, was sich weltwirtschaftlich tut. Ich finde das sehr spannend, und deswegen war es klar, dass ich zu einer Bank gehe – und wenn zur Bank, dann zur Deutschen Bank.

Wie läuft dein Studium ab? Welche Erfahrungen hast du bisher gemacht?

Sehr komfortabel für mich ist es, dass ich meine praktische Ausbildung und auch mein Studium in Hamburg absolvieren kann. Das Business Administration-Studium ist fachlich sehr breit angelegt – von BWL über Makroökonomie bis zu Bilanzanalysen und Personalmanagement. Deswegen sind die Phasen an der Hochschule sehr intensiv und inhaltsreich. Das sollte man wissen, wenn man sich für ein Duales Studium entscheidet. In den Praxisphasen steht jeweils ein anderes bankfachliches Thema im Fokus, und ich lerne verschiedene Filialen kennen. Im Moment bin ich in einer großen Flagship-Filiale in Hamburg – das ist eher ein modernes Großraumbüro als eine klassische Filiale.

Was gefällt dir besser: Theorie oder Praxis?

Derzeit ganz klar die Praxis, aber ich bin mir sicher, dass sich das in den nächsten Monaten enger miteinander verknüpfen wird. Im Firmenkundengeschäft oder im Investmentbanking kann ich dann mehr von dem, was ich an der Hochschule lerne, direkt in der Praxis anwenden. Hilfreich sind da auch die bankinternen Trainings, die ergänzend zu den Praxisphasen stattfinden. Deshalb bin ich in regelmäßigen Abständen immer ein paar Tage in Berlin.

Weißt du schon, in welche Richtung du dich nach deinem Bachelor entwickeln möchtest?

Sehr gerne möchte ich nach dem Studium mal raus aus Hamburg und eine neue Stadt kennenlernen. Ich könnte mir vorstellen, in Richtung Investmentbanking zu gehen, aber in der Bank gibt es noch so viele andere Entwicklungsmöglichkeiten in Bereichen, die man für sich entdecken kann. Nach dem zweiten Studienjahr lädt die Bank uns DH-Studenten nach Frankfurt ein, um uns einen Überblick über mögliche Aufgabenfelder und Karriereperspektiven zu geben.

Du sprichst von db Horizon, das Anfang des Jahres stattgefunden hat. Wie hast du die Veranstaltung erlebt?

Das waren zwei sehr informative und anregende Tage. Die Veranstaltung war in der Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt, und da ich vorher noch nie in den Türmen war, war allein schon das Setting ein echtes Erlebnis. Ich wusste vorher z. B. nicht, wie umfangreich die Kunstsammlung der Bank ist. Wenn man in den Türmen durch die Gänge der verschiedenen Etagen läuft, ist das wie in einer Galerie, und es gibt unglaublich viel zu sehen. Der Marktplatz, bei dem sich viele verschiedene Bereiche der Bank vorgestellt haben, fand in der 38. Etage der Türme statt – und auch der Ausblick von oben auf die Stadt Frankfurt war sehr beeindruckend.

Was hat dir an der Präsentation der Bereiche besonders gut gefallen?

Es waren sehr viele, ganz unterschiedliche Bereiche vertreten, und entsprechend interessant war es, diese Vielfalt nebeneinander zu erleben. Jeder Bereich hatte seinen eigenen Raum, und wir haben nach einem sehr eng getakteten Zeitplan in Gruppen alle Räume durchlaufen, konnten mit den Ansprechpartnern ins Gespräch kommen, uns informieren und Fragen stellen. Vorher dachte ich, es wäre besser, wenn jeder sich ganz gezielt die Bereiche aussuchen könnte, die ihn besonders interessieren. Hinterher fand ich es gut, dass ich alle Bereiche kennengelernt habe.

Gab es etwas, das dich überrascht hat?

Es ist ja so, dass man mit manchen Aufgabengebieten wenig verbindet und denkt, dass sie sicher nicht für den eigenen Berufsweg in Frage kommen. Bei mir war das z. B. der Bereich Regulation, Compliance & Anti-Financial Crime. Es war mir vorher nicht bewusst, wie vielfältig die Aufgabenbereiche sind und wie eng das alles mit aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen zusammenhängt. Das hat mich überrascht und könnte also durchaus eine Option für die Zukunft sein. Aber auch der Bereich Finance Change hat mich beeindruckt, die Kapitalmarktbereiche interessieren mich sowieso – ebenso wie das Firmenkundengeschäft. Für einige der Bereiche hätte ich gerne ein bisschen mehr Zeit gehabt, aber wir haben ja jetzt die Kontakte und können direkt auf die Ansprechpartner zugehen.

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