Das duale Studium BWL Bank gibt es bei der Deutschen Bank schon seit einigen Jahren. Seit diesem Jahr neu dabei ist der Geschäftsbereich Corporate & Investment Banking (CIB). Insgesamt vier duale Studentinnen absolvieren seit August den praktischen Teil ihres Studiums im Bereich CIB – German Large Corps. Eine davon ist Jeganeh, die gerade ihre erste Praxisphase hinter sich und außerdem herausgefunden hat, was für eine tolle Stadt Frankfurt ist. Mehr über sich, ihre Arbeit und ihr duales Studium erzählt sie in unserem Gespräch.

Der Geschäftsbereich Corporate & Investment Banking ist ein sehr dynamisches, international ausgerichtetes Arbeitsumfeld. Warum hast du dich bei deinem Studium für diesen Bereich entschieden?

Jeganeh (lacht): Ehrlich gesagt hatte ich zunächst andere Pläne, ich hatte mich für den Privatkundenbereich beworben. Aber nach dem Telefoninterview haben die Ansprechpartner der Deutschen Bank mich gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, im Firmenkundenbereich zu arbeiten. Bei Privatkunden geht es um Kredite von ein paar tausend Euro – bei den Firmenkunden reden wir von Millionen. Das musste ich mir erst mal vergegenwärtigen! Beim Vorstellungsgespräch war dann eine Kollegin von German Large Corps (GLC) dabei, die den Bereich vorgestellt hat. Das hat mich überzeugt und heute bin ich ganz sicher, dass das für mich die richtige Entscheidung war.

Was gefällt dir besonders gut im Bereich German Large Corps?

Jeganeh: GLC betreut mittelständische Unternehmen, die auch auf internationalen Märkten aktiv sind. Der Vorteil für die Kunden ist, dass die Deutsche Bank fast überall auf der Welt vertreten ist und alle Serviceleistungen und Produkte sozusagen aus einer Hand zur Verfügung stehen. Das macht die Arbeit sehr abwechslungsreich und man lernt sehr viel. Ich habe Schnittstellen zu vielen unterschiedlichen Bereichen und Kollegen. Und meine Fremdsprachenkenntnisse kann ich hier auch gut einsetzen.

War es schwierig sich in der Bank zurechtzufinden?

Jeganeh: Alle Azubis und dualen Studenten beginnen die Ausbildung mit einer gemeinsamen Startwoche. Das ist eine sehr intensive und hilfreiche Erfahrung. Alles ist perfekt organisiert. Man bekommt einen Überblick, wird auf den Einstieg vorbereitet und lernt so viele Leute kennen. Mit vielen Azubis und Studenten bin ich seit dem regelmäßig in Kontakt. Mit einer CIB-Studentin, die auch in Mannheim studiert, bin ich heute richtig befreundet.

Und wie war der Einstieg bei German Large Corps?

Jeganeh: Die Bank ist zwar riesig, aber unser Team ist relativ klein. Da fühlt man sich schnell wohl und bekommt einen guten Überblick über die Abläufe. Jeder, der hier lernt, hat einen Buddy – einen Kollegen, der schon länger dabei ist. Das kann auch ein Student oder Azubi sein. Außerdem gibt es fachliche Ansprechpartner im Team und Ansprechpartner in der Berufsausbildung. Es gibt wirklich keine Frage, die unbeantwortet bleibt.

Hast du denn auch schon Kunden kennen gelernt?

Jeganeh (lacht): Vieles läuft natürlich per Telefon und Mail. Aber ja, bei einem Kundentermin war ich schon dabei und fand das auch sehr aufregend, die Ansprechpartner im persönlichen Gespräch zu erleben und zu sehen, wie sich ein Geschäft entwickelt. Ich bin schon gespannt darauf, die anderen Bereiche von GLC kennenzulernen. Während der ersten Praxisphase war ich beim zentralen Team hier in Frankfurt. Die nächste Praxisphase ist dann im Credit Risk Management-Team in Düsseldorf.

Eigentlich wolltest du VWL studieren?

Jeganeh: Ich hatte sogar schon damit angefangen. Habe drei Semester in Bonn studiert und dabei gemerkt, dass mir das zu theoretisch ist und die Praxis fehlt. Für den Finanzmarkt habe ich mich schon immer sehr interessiert und nachdem ich mich im Februar bei der Deutschen Bank beworben hatte, ging alles ganz schnell.

Ihr vier dualen Studentinnen in German Large Corps seid ja fast so etwas wie Pionierinnen…

(lacht) Ja, stimmt. Wir sind der erste Jahrgang, auch für die Kollegen in meinem Team ist das etwas Neues. Zwar gibt es bei German Large Corps immer auch Trainees und Praktikanten, aber der duale Studiengang ist neu. Alle Kollegen sind sehr interessiert wie das abläuft, jeder will uns bestmöglich unterstützen. Bei der praktischen Ausbildung können wir auch eigene Ideen und Vorstellungen mit einbringen. In den ersten Wochen haben wir z. B. ein Abkürzungsverzeichnis erstellt – das ist dann auch schon eine praktische Hilfe für den nächsten Jahrgang.

Beim dualen Studium Bank wechseln Praxis- und Theoriephasen ab?

Genau das ist es ja, was mir so gut gefällt. So kann ich mich abwechselnd auf das eine und dann wieder auf das andere konzentrieren und beides ergänzt sich. An der Uni hat man einen festen Stundenplan, das ist sehr zielorientiert – das Lernen macht mir Spaß. Auch während der Theoriephase schaue ich regelmäßig in der Bank vorbei. Ich will ja wissen, was sich in meinem Team so tut.

Für dein duales Studium bist du von Bonn nach Frankfurt umgezogen. Deine Uni ist in Mannheim. Bleibt da überhaupt noch Zeit für Hobbies und Interessen?

Jeganeh: Man muss schon gut organisieren und klar bin ich einigermaßen viel unterwegs. Aber es bleibt auch genug Zeit für alles, was mir sonst noch wichtig ist. Ich koche z.B. sehr gerne. Am Wochenende fahre ich nach Bonn, zu meiner Familie und meinem Freund. Es war gar nicht so einfach, hier in Frankfurt eine bezahlbare Wohnung zu finden, aber jetzt bin ich superglücklich hier, habe auch schon einen Bekanntenkreis – und Frankfurt ist eine tolle Stadt, in der man viel unternehmen kann.

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