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20. Oktober 2020

Ausbildungsintegriertes Studium als Einstieg in eine Karriere im Asset Management

Vor 1172 Tagen hat Jonathan sein Banking & Finance-Studium begonnen und steht kurz davor, es mit dem Bachelor of Science (B.Sc.) abzuschließen. Eine spannende Zeit, in der er viel erlebt hat - hier ein kleiner Auszug.

IHK-Abschlussprüfung zur Fachinformatikerin

Am 07.08.2017 – vor genau 1171 Tagen – habe ich mein ausbildungsintegriertes Studium Banking & Finance bei der DWS begonnen. Heute blicke ich zurück und kann sagen, es war genau die richtige Entscheidung! Seit meinem Start habe ich in den verschiedensten Bereichen der Deutschen Bank und der DWS gearbeitet. Jede einzelne Rotation hat mir großen Spaß gemacht und ich konnte eine Menge dazu lernen.

Wie der Name „ausbildungsintegriert“ schon sagt, habe ich, parallel zu meinem Studium an der Frankfurt School of Finance & Management, auch eine Ausbildung, in meinem Fall die Ausbildung zum Bankkaufmann, absolviert. Im Zuge dessen habe ich zu Beginn meines Programms drei Rotationen innerhalb der Deutschen Bank, genauer gesagt in der damaligen Private & Commercial Bank, absolviert. In dieser Zeit arbeitete ich in drei Filialen in und um Frankfurt im Personal- sowie Private Banking und im Bereich Corporate Clients.

Meine erste Rotation bei der DWS absolvierte ich dann im Chief Investment Office (CIO). Zu dieser Zeit übernahm ich, gemeinsam mit einem Kommilitonen, die Leitung der Business Speaker Series. Die Business Speaker Series ist eine Veranstaltungsreihe, bei der die ausbildungsintegrierten und dualen Studenten im Großraum Frankfurt durch Vorträge von Senior Managern die Möglichkeit haben, die verschiedensten Bereiche der Bank kennenzulernen. So konnten wir beispielsweise Karl von Rohr, den stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bank, für eine spannende und interaktive Q&A Session gewinnen, die wir über die Präsenzveranstaltung in Frankfurt hinaus auch per Videokonferenz nach London und New York übertrugen.

Nach meiner Zeit im CIO fing ich im Januar 2019 im Passive Institutional Sales an. In dieser Rotation unterstützte ich die ETF Product Specialists bei der Beratung institutioneller Kunden im Hinblick auf Investmententscheidungen und individuelle Anlagelösungen. In etwa mit dem Ende dieser Rotation absolvierte ich dann die schriftliche Prüfung der Ausbildung zum Bankkaufmann. Abgeschlossen habe ich die Ausbildung mit der mündlichen Prüfung im Juni 2019.

Ein integraler Bestandteil des Bachelor of Science (B.Sc.) in Banking & Finance der Frankfurt School ist das Auslandspraktikum und -semester. Ersteres absolvierte ich bei der Deutschen Bank in New York. Hier arbeitete ich im Asset & Liability Management / Treasury Business Engagement. In dieser Zeit konnte ich mein Wissen noch einmal enorm erweitern, da zu meinen Aufgaben, unter anderem, auch die Due Diligence neuer Produkte und Transaktionen aus Treasury-Sicht gehörte.
Unmittelbar – genauer gesagt sechs Tage – nach meinem letzten Arbeitstag in New York, fing mein Auslandssemester an der Università Bocconi in Mailand an. Hier belegte ich neben „International Banking“ die Kurse „Introduction to Options & Futures“, „Alternative Investments“ und „Equity Portfoliomanagement“. Insgesamt verbrachte ich 2019 sieben Monate im Ausland. Drei davon in New York, die übrigen vier in Mailand – eine extrem spannende und aufregende Zeit!

Zurück in Frankfurt fing ich im Januar 2020 im Investment & ESG Advisory der DWS an. In Kooperation mit diesem schrieb ich dann auch meine Bachelor Thesis über „Carbon Pricing and its effects on the profitability of European Utilities“. Hierbei untersuchte ich die Auswirkungen massiv steigender Preise für europäische CO2-Zertifikate, sog. European Union Allowances, auf die Profitabilität einzelner Unternehmen. Meine Thesis beendete ich kurz nach dem Start meiner jetzigen und letzten Rotation im Active Portfolio Management – IG Credit. Diese letzte werde ich Ende Januar 2021 zusammen mit dem Bachelor of Science (B.Sc.) abschließen.

 

Q & A

Gängige Sprache im Asset Management ist Englisch und darüber hinaus gibt es eine Fülle von international gebräuchlichen Fachbegriffen, die Standard in der täglichen Kommunikation sind, und die man sich sehr schnell aneignet. Für alle, die nicht jeden Begriff im Text oben verstanden haben, hier ein kleines „A bis Z“:

Aktives Portfoliomanagement:

Eine Form des Portfoliomanagements, in der ein Vergleichsmaßstab (Benchmark) durch Handelsaktivitäten aufgrund eigener Markteinschätzungen zu übertreffen versucht wird.

Asset & Liability Management:

Bilanzstrukturmanagement, das, u.a., die Fälligkeitsstruktur der aktiven und passiven Bilanzpositionen, respektive der Steuerung des damit verbundenen Zinsänderungsrisikos, abzustimmen versucht.

Corporate Clients:

Unternehmenskunden

Carbon Pricing:

Mechanismus, der darauf abzielt, die externen Kosten von Treibhausgasemissionen, d.h. Kosten, für die die Öffentlichkeit zahlt (bspw. sinkende Ernteerträge, Gesundheitskosten, Vermögensverluste durch extreme Wetterereignisse), zu erfassen und über einen Preis für den CO2-Ausstoß auf ihre Quelle umzulagern. Ein CO2-Preis ermöglicht dem Emittenten zu entscheiden, ob er seine Aktivitäten umstellt, um die Emissionen zu reduzieren, oder in gleichem Maße emittiert und dafür zahlt.

Due Dilligence:

Bei einer Due-Diligence-Prüfung werden neue Transaktionen und Produkte sorgfältig auf wirtschaftliche, rechtliche, steuerliche und finanzielle Verhältnisse analysiert.

ETF:

Exchange Traded Funds: Börsengehandelter Indexfonds, der seine Benchmark exakt nachzubilden versucht.

Options & Futures:

Finanzinstrumente, die an der Börse gehandelt werden

Personal & Private Banking:

Bankdienstleistungen und Angebote für Privatkunden – von Standardprodukten im Zahlungsverkehr, Kredit- und Anlagegeschäft bis zur ganzheitlichen Betreuung.