Newsroom

02. März 2021

Das neue Ausbildungskonzept für Bankkaufleute

Katharina interviewt den Leiter Privatkunden in Hannover zu den Auswirkungen auf den Berufsalltag

Interview-Bauer_782x558.jpg

Johannes Bauer ist Leiter Privatkunden in unserer Filiale in Hannover und schätzt die tägliche Zusammenarbeit mit unseren Nachwuchskräften. Ihr kennt ihn schon aus dem 360 Grad Video, das wir dort zur Neuordnung des Berufsbilds der Bankkaufleute gedreht haben. Wir wollten gerne wissen, wie er in seinem Alltag die Neukonzeption der Ausbildung erlebt und haben nachgefragt.

Wie stehen Sie persönlich zum Thema Ausbildung? Welchen Stellenwert hat für Sie die Ausbildung bzw. haben unsere Azubis in Ihrem Team?

Die Ausbildung junger Kolleginnen und Kollegen lag mir schon immer sehr am Herzen. Schon früh nach meiner eigenen Ausbildung hatte ich selbst die Chance als Ausbildungsbeauftragter in einer Filiale tätig zu sein. Den Spaß daran habe ich nie verloren und auch als Teamleiter habe ich den Anspruch den Werdegang unserer Talente zu begleiten. Dabei hilft mir die tolle Zusammenarbeit - mit dem Ausbildungsbeauftragten bei uns im Team und mit dem HR-Team. In meiner Ausbildung habe ich selbst erlebt, wie wichtig eine gute praktische Begleitung in der Filiale für den weiteren Werdegang ist. Bei mir im Team haben die Azubis schnell die Chance als vollwertiges Teammitglied mitzuarbeiten und zu gestalten, was natürlich immer auch vom Leistungsstand der jungen Leute abhängt. Unsere Azubis bringen oft gute Ideen und Ansätze mit und ihre Sichtweise hilft bei der Akquisition und der Beratung gerade bei jungen Kunden im Privatkundenbereich. Mir ist eine gute Ausbildung der neuen Deutsch Banker sehr wichtig, sie sind die Basis für unseren zukünftigen Erfolg und auf dem Weg dahin möchte ich sie bestmöglich begleiten, fordern und fördern.

Was sind für Sie die unmittelbaren Auswirkungen des neuen Konzepts – hat sich für Sie im organisatorischen Ablauf mit den Azubis etwas geändert?

Durch das neue Konzept kommt es jetzt noch mehr darauf an, dass die Azubis ihren Lernprozess selbst organisieren und dabei die Inhalte regelmäßig in ein persönliches Lernkonzept integrieren. Dies gelingt nicht immer allen gleich gut, zumal die Anforderungen an die Eigeninitiative durch die aktuelle Pandemie-Situation zusätzlich verstärkt werden. Wir unterstützen dabei selbstverständlich wo immer es sinnvoll und möglich ist. Besonders für den ABB bedeutet dies ein höheres Maß an Begleitung und Überprüfung der Lerninhalte.

Und was genau bedeutet das für die tägliche Ausbildungspraxis?

Der organisatorische Ablauf der praktischen Ausbildung ist vom neuen Konzept nur bedingt betroffen. Es war und bleibt entscheidend, dass der Transfer der Themen aus der Theorie in die Praxis gelingt und das heißt vor allem: Dass die Azubis möglichst viele Kundengespräche erleben und in Begleitung eigenständig führen. Eigeninitiative und Leistungsbereitschaft sind auch hierbei wichtige Voraussetzungen.

Wie hat die Umstellung auf das digitale Lernen funktioniert? Kommen die Nachwuchskräfte gut damit zu Recht?

Mein Eindruck ist, dass sich die jungen Kolleginnen und Kollegen sehr gut auf die aktuelle Situation eingestellt haben und das digitale Lernen gut umsetzen. In dieser Generation ist der Umgang mit den digitalen Medien und Möglichkeiten ja ohnehin schon fest verankert. Eine tolle Unterstützung dabei ist die digitale Ausstattung der Azubis mit dem persönlichen Ipad. Dies schafft gute Rahmenbedingungen für ein gemeinsames Lernen und eine Kommunikation von zu Hause mit dem Team in der Filiale und den Azubis untereinander.

Wie fällt Ihr persönliches Fazit zur Neukonzeption aus?

Ich persönlich finde die neue Gestaltung der Ausbildung gut und denke, dass sie perfekt in die moderne Zeit passt. Der Beruf des Bankkaufmanns/ Bankkauffrau wird sich in den nächsten Jahren weiterentwickeln und die Digitalisierung wird nicht nur die Banklandschaft als Ganzes verändern, sondern auch die Anforderungen mitbestimmen, die wir an Nachwuchskräfte stellen. Das neue Konzept zahlt auf diese Entwicklung ein. Netzwerken ist in unserer Bank Teil der Kultur, schon in der Ausbildung. Auch das ist im neuen Konzept mit vielen Events, Veranstaltungen und wechselnden Praxiseinsätzen fest verankert. Wenn all das, wie im Moment, fast ausschließlich auf digitalem Weg umgesetzt werden muss, ist das viel anstrengender und erfordert eine gute Planung. Im Filialgeschäft gibt es zwar auch jetzt persönliche, spontane Kontakte und Erfahrungen mit Kolleginnen und Kollegen aus der Bank, aber doch sehr stark reduziert. Durch virtuelle Treffen und Gespräche versuchen wir hier einen Ausgleich zu schaffen, aber wir freuen uns alle darauf, wenn wir uns alle wieder öfter persönlich sehen und austauschen können.
Mein Fazit: Unsere Starter werden mit dem neuen Konzept jetzt noch besser auf die Zukunft des Bankgeschäfts vorbereitet. Sie erhalten einen umfassenden Einblick in den vielseitigen Beruf und haben mit der Deutschen Bank – auch jetzt in Pandemie-Zeiten - einen starken Partner für die zukünftige Karriereplanung an ihrer Seite!

Alle Informationen zum neuen Ausbildungskonzept haben wir in einem extra Beitrag zusammengefasst.

Tims Start bei der Deutschen Bank war gleichzeitig der Start für das neue Ausbildungskonzept. Wir haben ihn zu seinen Erfahrungen befragt.

Das 360 Grad Video, das wir gemeinsam mit ‚Dein erster Tag‘ aufgenommen haben, könnt ihr euch hier anschauen.