Halbzeit auf dem Weg zur Abschlussprüfung

Katharina berichtet über die letzten eineinhalb Jahre

Hallo ihr Lieben, ich komme gerade aus der BKK Akademie und habe meine Zwischenprüfung hinter mich gebracht. Nach langer Zeit die erste Prüfung, die ich beim Bundesversicherungsamt abgelegt habe, in spätestens sechs Wochen bekomme ich mein Ergebnis. Zwei schriftliche Klausuren (zu den Themen Versicherung und Leistung) und eine über das Thema Wirtschaft habe ich hinter mich gebracht, alles an einem Tag, mit nur kurzen Pausen zwischen den Klausuren – ganz schön heftig. Uff, geschafft – und ich habe ein richtig gutes Gefühl.

Die Zwischenprüfung soll uns zeigen, wo wir stehen und welche Themen uns vielleicht noch nicht so gut liegen. Es geht also noch nicht um die Abschlussnote für die Ausbildung, ist aber trotzdem schon ein wichtiger Zwischenschritt wohin die Reise am Ende geht. Zur Nachbereitung setze ich mich dann mit meiner Ausbilderin zusammen und wir ziehen zusammen ein Zwischenfazit.

Für mich persönlich war die Prüfung ein ganz wichtiger Schritt, denn das heißt: Ich habe jetzt schon mehr als die Hälfte meiner Ausbildung geschafft und das Ausbildungsende rückt immer näher.

Ich muss sagen die Zeit bis hierhin ist extrem schnell vergangen. Wo ist die Zeit geblieben und was habe ich alles erlebt?

Angefangen hat alles bei der Startwoche 2017 in Seeheim. Alles war neu und plötzlich änderte sich der ganze Alltag. Mein erster Eindruck von der Deutschen Bank und der ganzen Veranstaltung war überwältigend und ich war sehr stolz ein Teil der Deutschen Bank sein zu dürfen. Ich habe dort viele neue Leute und Kollegen kennenlernen dürfen und viele Kontakte geknüpft. Nach der Startwoche war ich erstmal total überfordert. Ganz ehrlich? Am Anfang ist das sehr viel Input in kurzer Zeit, aber auch ein tolles Gefühl – fast so wie der Start in ein Abenteuer. Und am Montag nach der Startwoche ging es dann los in der Betriebskrankenkasse der Deutschen Bank.

Mein erster Tag in der Kasse? Spannend und aufregend, aber im Hinterkopf auch immer die Frage, ob ich mich richtig entschieden habe bei der Wahl meines Ausbildungsberufes und ob ich das alles schaffen kann. Natürlich habe ich gewusst, dass ich eine Ausbildung bei einer Krankenkasse mache aber was das wirklich bedeutet, ist mir erst in den ersten Wochen meiner Ausbildung bewusst geworden. Hier geht es darum, einen „normalen Bürojob“ mit sehr viel versicherungsrechtlichem Wissen und mit Service und Kundennähe in einem Job zu vereinen. Wir sind hier nicht nur Fachberater der Krankenkasse, sondern in vielen Fällen auch eine mentale Stütze für unsere Versicherten. Viele Versicherte befinden sich, z.B. bei einer plötzlichen Pflegebedürftigkeit, in einer akuten Notsituation oder stehen vor der Situation, einen pflegebedürftigen Angehörigen in einem Heim mit Betreuung unterbringen zu müssen. Ich habe unterschätzt, wie wichtig meine Rolle als Zuhörer und Ratgeber in solchen Gesprächen ist. Aber mit der Unterstützung meiner Kollegen bin ich an meinen Aufgaben gewachsen.

Mit jedem weiteren Tag in der Kasse bin ich sicherer geworden und habe mich besser eingefunden. Kurz vor dem ersten Seminarblock in Rotenburg an der BKK Akademie hatte ich die Zweifel überwunden, und war mir fast sicher die richtige Wahl getroffen zu haben. Das erste Mal in der Akademie war dann noch einmal eine Hürde, die ich erst einmal innerlich überwinden musste. Ein SGB was ist das? Wozu brauche ich das? Wo finde ich was in diesem Buch? Und muss ich das wirklich alles auswendig lernen? Am Ende war dann alles doch viel einfacher und entspannter als gedacht. In unseren SGBs steht alles was wichtig für unseren Beruf ist und Paragraphen auswendig lernen, müssen wir auch nicht. Gemeinsam mit den anderen Azubis habe ich gelernt, mich in der Fachliteratur zurecht zu finden und mich mit den Basisthemen der Krankenversicherung beschäftigt. Meine Erfahrung: Was auf den ersten Blick vielleicht ein bisschen langweilig klingt, wird spannend, wenn man sich mehr damit beschäftigt. Also nicht abschrecken lassen!

Nach dem ersten Block in Rotenburg erwarteten mich in der Kasse mein Übernahmegespräch mit meiner Ausbilderin und ein Bereichswechsel. Jetzt war klar, dass ich mich endgültig für diesen Beruf entscheide und den Weg weitergehe. Zur gleichen Zeit war dann auch der Startschuss bei den DB-Insidern – ein zusätzlicher Motivations-Kick für mich.

Die nächsten Monate habe ich verschiedene Bereiche, z.B. Krankengeld, Pflege, Leistungen, Marketing und Interne Dienste der Kasse, durchlaufen und bin sicher geworden in meinem Handeln. Ich habe gelernt die vielen verschiedenen Themen abzugrenzen und mit verschiedenen Situationen umzugehen, z.B. Steuerfragen, Beurteilung von Krankheitsfällen oder auch dem Arbeitsrecht. Ich bin auf Vertriebseinsätzen gewesen, z.B. in Köln und Düsseldorf und das Beste? Ich durfte 2018 nochmal bei der Startwoche der neuen Azubis dabei sein und bei der Organisation helfen. Das war für mich ein total tolles Gefühl. Die Leute und die Atmosphäre sind einfach unglaublich.

Alles in allem ein ganz schön bunter Mix, den ich 2018 erlebt habe. Langweilig geht anders und ich bin gespannt, was alles noch kommt.

Bis zu meiner Abschlussprüfung werde ich noch ein paar Mal in Rotenburg sein und auch innerhalb der Kassen die noch fehlenden Bereiche kennenlernen, bis ich am Ende meine Abschlussprüfung beim Bundesversicherungsamt habe. Klare Sache, dass ich euch auf dem Laufenden halte.

Liebe Grüße, Eure Katharina aus Düsseldorf