Newsroom

15. Dezember 2020

Im Fokus: Ausbildungsintegriertes Studium Banking & Finance

Alicia beantwortet User-Fragen

Giulia Prüfungsvorbereitung

Auf Instagram hatte unsere DB-Insiderin Alicia gefragt, was die User gerne über den Studiengang Banking & Finance wissen möchten. Hier eine kleine Auswahl der Fragen, die uns erreicht haben – und dazu Alicias Antworten.

Welche Voraussetzungen muss man für den Studiengang erfüllen?

Generell ist es bei den meisten Bankberufsbildern wichtig, dass ihr euch für finanzwirtschaftliche Themen interessiert, bei Banking & Finance sollte dieses Interesse aus meiner Sicht deutlich ausgeprägt sein, z.B. sollte ihr schon einigermaßen konkrete Vorstellungen mit dem Begriff „Asset Management“ verbinden. Fremdsprachenkenntnisse sind ebenfalls wichtig. Englisch muss zum Beispiel nicht perfekt sein, aber ihr müsst Lust darauf haben, eure Kenntnisse zu verbessern und einzusetzen. Ihr werdet in einem international ausgerichteten Arbeitsumfeld arbeiten und ein großer Teil der Kommunikation funktioniert auf Englisch. Ansonsten braucht ihr eine sehr gute Fach-(Hochschulreife), darüber hinaus aber keine weiteren Qualifikationen. Wenn ihr welche habt, könnt ihr die bei der Bewerbung natürlich trotzdem mit angeben.

Wie viel Wert wird auf die Noten gelegt?

Die Noten sind natürlich wichtig und insbesondere Mathe, Deutsch und Englisch sind Fächer, auf die großen Wert gelegt wird. Aber keine Sorge: Die Noten sind nicht das alleinige Ausschlagkriterium. Eure Persönlichkeit und ob ihr zur DWS passt, zählt genauso viel. Ich denke, es ist wichtig, dass man logisch und strukturiert denken kann und konzentriert an Aufgaben herangeht. Überall in der Bank kommt es auch auf Kommunikation an. Ihr müsst euch vorstellen, dass es in einer so großen Bank sehr viele unterschiedliche Geschäftsbereiche und Teams gibt – und ihr habt Schnittstellen zu vielen verschiedenen Ansprechpartnern. Wenn ihr gerne mit Zahlen und Analysen, aber auch mit Menschen zu tun habt – dann bringt ihr schon mal viel von dem mit, was in der Bewerbung positiv ankommt.

Wie läuft die Bewerbungsphase ab?

Der Bewerbungsprozess besteht aus insgesamt vier Schritten und dauert meist zwischen vier bis sechs Wochen – das ist für alle Ausbildungsberufe und Studiengänge der Deutschen Bank gleich. Achtung: Bei einem Dualen oder Ausbildungsintegrierten Studium müsst ihr euch bei der Bank und gleichzeitig bei der entsprechenden Hochschule bewerben. Im Falle von Banking & Finance ist das die Frankfurt School of Finance and Management. Nur, wenn ihr beide Bewerbungsverfahren erfolgreich absolviert, erhaltet ihr die Zusage von der DWS. Aber keine Panik, das klingt komplizierter als es ist und ist alles zu schaffen.

Bewerbungsprozess bei der Bank:

  1. Online-Bewerbung: Zuerst müsst ihr euch online registrieren und dann den Bewerbungsbogen ausfüllen.
  2. Online-Assessment: Bei den Fragen geht es weniger um finanzwirtschaftliches Wissen, sondern um eure Persönlichkeit, Allgemeinbildung und abstraktes Denkvermögen.
  3. Telefonisches Interview: Das Telefongespräch mit einem Ausbilder dauert ca. 20 Minuten. Mein Tipp: Überlegt euch vorher ein paar Fragen, die ihr stellen könnt. So zeigt ihr nicht nur, dass ihr vorbereitet seid, sondern zeigt auch euer Interesse.
  4. Virtuelles Vorstellungsgespräch: Das Gespräch findet in einer Videokonferenz mit Ansprechpartner*innen der DWS statt. Hier liegt der Fokus dann schon auch ein bisschen auf dem Fachlichen. Bei mir haben die Interviewer zum Beispiel gefragt, wie ich mir das Arbeiten im Asset Management vorstelle und warum ich mich speziell dafür interessiere.

Bewerbung bei der Frankfurt School:
Wie oben bereits erwähnt, müsst ihr euch auch gesondert an der Frankfurt School bewerben. Ihr benötigt Dokumente wie euren Lebenslauf, ein Motivationsschreiben und eure Zeugnisse der Oberstufe. Wenn ihr durch den ersten formalen Schritt durch seid, werdet ihr zum Assessment Center eingeladen. An diesem Tag finden verschiedene Tests und Interviews statt – beispielsweise ein Test zum logischen und analytischen Denken, oder aber zu euren Englischkenntnissen und eurer Allgemeinbildung. Zudem werdet ihr von Mitarbeiter*innen der FS gemeinsam mit einer anderen Bewerberin bzw. einem anderen Bewerber interviewt. Dort kommt es darauf an, zu zeigen, dass ihr im Team arbeiten könnt. Aber keine Sorge, der Tag geht schnell vorbei und ihr lernt schon die ersten potenziellen Kommilitonen kennen.

Welche Tipps würdest du Bewerbern geben?
  • – Die Kollegen bzw. Dozenten die euch interviewen, sind am Ende des Tages auch nur Menschen und wollen keinem etwas Böses, sondern sie möchten euch kennenlernen. Zeigt was ihr könnt und ich bin mir sicher, die Kollegen und Dozenten werden es schätzen.
  • – Bleibt authentisch: Es bringt überhaupt nichts, wenn ihr euch beim Bewerbungsgespräch verstellt. Erstens merken das eure Gesprächspartner irgendwann sowieso und zweitens würdet ihr euch damit nur selbst austricksen. Nicht nur das Unternehmen will euch kennenlernen – ihr wollt ja auch rausfinden, ob das Asset Management und die DWS zu euch passen. Und das geht am besten, wenn ihr euch so gebt, wie ihr seid. So könnt ihr mit Sicherheit auch am besten überzeugen.
  • – Vorbereitung ist alles: Man sollte sich mit dem Unternehmen und den Themen vor dem Bewerbungsgespräch auseinandersetzen und nicht „auf gut Glück“ reingehen. So zeigt man Einsatz und kann sicher jede Frage beantworten. Wie beim telefonischen Interview gilt auch hier: Selbst Fragen stellen ist nicht verboten. Natürlich sollten die Fragen etwas mit dem Studium oder dem Arbeitsplatz zu tun haben, damit zeigt ihr Interesse. Ungeschickt wäre es allerdings, wenn ihr Fragen stellt, die ihr euch mit ein bisschen Vorbereitung leicht selbst beantworten könnt. Ihr macht das schon! /Alicia, Frankfurt