(M)ein normaler Tag

Carlos, Dualer Student BWL/Bank in der Privat- und Firmenkundenbank

Wer steht schon auf einen stressigen Tagesanfang? Klar, ich auch nicht! Bevor es mit der Arbeit losgeht, brauche ich erst mal ein entspanntes Frühstück, wobei „entspannt“ natürlich relativ ist. Da ich Pendler bin (ich wohne in Albersdorf, arbeite in Kiel) stehe ich morgens schon um 4:30 Uhr auf und bin gegen 7:20 in der Filiale. Der Vorteil ist, dass ich dort dann noch ausreichend Zeit für mein Frühstück habe.

Meistens kaufe ich mir zwei belegte Brötchen und hole mir dazu einen Kaffee in der Filialkantine. Gut gestärkt gehe ich dann an meinen Arbeitsplatz und fahre erst einmal den Computer hoch. Während das Gerät hochfährt, ist Zeit für eine kleine Bürorunde. Ich begrüße meine Kollegen, die auf der gleichen Etage arbeiten. So ein kleiner Schnack lockert das Arbeiten miteinander auf.

Dann kann es losgehen. Meistens habe ich morgens schon einige E-Mails in meinem Postkorb - von Kunden, aber auch von Kollegen aus anderen Filialen oder Bereichen. Dabei geht es z.B. um Anfragen zum Kredit oder zu Terminen. Nachdem ich den ersten Schwung an Mails beantwortet habe, erstelle ich mir jeden Tag eine To-do-Liste, um meinen Tag etwas besser zu strukturieren.

Gesagt, getan ☺ Da meine Praxiseinsätze (genau wie meine Uni-Phasen) jeweils immer nur 3 Monate dauern, ist es mir besonders wichtig, möglichst viel aus der Praxis mitzunehmen.

Zu meinen regelmäßigen To-dos gehört z.B., dass ich Kollegen dabei unterstütze, Kundengespräche vor- oder nachzubereiten. Dies beinhaltet das Zusammensammeln von erforderlichen Dokumenten, das Erstellen eines vorläufigen Angebotes oder das Bekanntmachen der Situation, sodass ich meinen Kollegen einen groben Überblick geben kann. Immer häufiger nehme ich auch selbst an Kundengesprächen teil.

Einmal in der Woche haben wir in der Filiale außerdem unseren Jour Fixe. Das ist eine Art Wochenbesprechung, in der jeder Kollege die Aufgaben vorstellt, mit denen er sich gerade beschäftigt. Diese können zum Beispiel eine aktuelle Finanzierung eines größeren Engagements oder interessante Finanzierungsanfragen sein, die zu prüfen sind. Im Jour Fixe werden auch andere Themen angesprochen wie zum Beispiel die (Erfolgs-)Zahlen der vergangenen Woche und weitere organisatorische Themen.

Auch wenn viele Tätigkeiten sich immer wiederholen, ist bei mir kein Tag wie der andere. Manchmal habe ich sehr viel mit Kunden zu tun und dann gibt es wieder Tage, an denen ich eher am PC und Schreibtisch sitze und Präsentationen oder Analysen erstelle. Dazu kommt der telefonische Kontakt mit Kunden, denn natürlich rufen hier in der Filiale auch häufiger Kunden an, die Termine vereinbaren möchten oder Fragen zu ihren Finanzierungen, Konten oder Dokumenten haben.

Jeder einzelne Kunde ist anders und hat andere Anliegen - entsprechend vielfältig sind meine Tage. Mir gefällt diese Mischung, speziell auch die Zusammenarbeit mit den Kollegen hier in der Filiale. Auch wenn viel zu tun ist, ist der Umgang untereinander immer sehr angenehm und respektvoll. Zwar sind meine Tage durch das Pendeln sehr lang, dennoch lerne ich sehr viel in den Praxisphasen und das was ich lerne, hilft mir dann in meiner Theoriephase. Genau so habe ich es mir vorgestellt.