Mit einem Informatik-Studium muss man nicht zwangsläufig Programmierer werden

Katharina erzählt über ihren Karriereweg

Hallo Zusammen, ich bin Katharina und habe Informatik an der Hochschule Darmstadt studiert. Mittlerweile arbeite ich im Chief Security Office (CSO) der Deutschen Bank auf dem Gebiet der Informationssicherheit. Wie das alles kam? Durch meine guten Mathematik-Leistungen in der Schule, mein analytisches Denken und meine strukturierte Vorgehensweise stand für mich schon sehr früh fest, dass ich ein MINT-Fach studieren möchte. In der engeren Auswahl stand ein Studium der Mathematik oder der Informatik. Letztlich haben dann nur Nuancen entschieden. Ich ließ mich davon überzeugen, dass ein Informatik-Studium nicht zwangsläufig zum Beruf eines Programmierers führen muss. Nein, ganz im Gegenteil: Es gibt ein weites Spektrum an Einsatzmöglichkeiten. Informatiker arbeiten beispielsweise sehr oft in internationalen Teams, sodass neben technischen Fachkenntnissen immer auch Engagement und Sozialkompetenz, sowie gute Englischkenntnisse notwendig sind.

Genauso vielfältig wie die beruflichen Möglichkeiten ist auch das Studium selbst. Neben Mathematik fand ich Vorlesungen zur Künstlichen Intelligenz und Robotersysteme besonders interessant. Darüber hinaus haben mir die vielen Praktika am meisten Spaß gemacht. Da konnte man gemeinsam in Teams die erworbenen Kenntnisse praxisnah anwenden. Ich erinnere mich noch gut an mein Projektmanagement-Seminar zur agilen Software-Entwicklung nach Scrum oder aber an die Entwicklung von Mobile Apps und Webseiten, wobei man nahezu spielerisch Programmiersprachen gelernt hat.

Bereits früh in meinem Studium habe ich mich für IT-Sicherheit interessiert und mich dann während meiner Bachelorarbeit weiter auf das Thema fokussiert. Die Kryptografie-Vorlesung hat mich dann letztendlich darin bestärkt, meine Kenntnisse in dem Bereich zu vertiefen. Daher bin ich der Deutschen Bank dankbar, dass ich hier in CSO als Anfängerin die Chance habe, mich in der IT-Sicherheit weiter zu qualifizieren. In den ersten Wochen habe ich zudem alles vorgefunden, was ich mir erwünscht hatte: Sehr nette und kompetente Kollegen, ein spannendes Aufgabengebiet sowie das Arbeiten in Teams im internationalen Umfeld.

Schon heute ist die IT-Sicherheit in unserer Kommunikationsgesellschaft eines der Schlüsselthemen im IT-Bereich und wird im Zuge der Digitalisierung noch an Bedeutung gewinnen. Die Experten sind sich einig, dass IT-Sicherheit zwingende Voraussetzung für die Digitalisierung aller Bereiche der Wirtschaft ist. Ein richtig spannendes Feld also.

Aber auch in anderen Bereichen sind die Berufsaussichten für einen Informatiker wirklich sehr gut. Das liegt meines Erachtens daran, dass es sich bei der Informatik um eines der interessantesten und vor allem entwicklungsfähigsten Studienfächer handelt. Zudem ist die Informatik eine Querschnittsdisziplin, die in nahezu allen Branchen benötigt wird – entsprechend groß ist natürlich der Bedarf an Informatikern. Aber ein solches Studium ist kein Selbstläufer und setzt, nicht zuletzt aufgrund der neuen technologischen Entwicklungen, lebenslanges Lernen voraus.

Aufgrund der wichtigen Rolle, die die Informationssicherheit heutzutage spielt, ist es aus meiner Sicht umso wichtiger, dass Hochschulen ihre Qualifizierungsangebote in dem Bereich ausweiten. Die Deutsche Bank bietet deshalb jetzt das Duale Studium Informatik (Softwaretechnologie) mit der Möglichkeit zur Vertiefung in der IT-Sicherheit zusammen mit der Technischen Hochschule Mittelhessen an. Schade, dass es das noch nicht gab, als ich mit dem Studium angefangen habe. Informatik direkt mit Schwerpunkt IT-Sicherheit wäre für mich genau das Richtige gewesen.