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30. April 2020

Mündliche Prüfung

Carlos berichtet über Vorbereitung und Ablauf

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Klausur, Hausarbeit, Präsentation oder mündliche Prüfung – Je nach Kurs sind die unterschiedlichsten Leistungsnachweise zu erbringen. Am „schlimmsten“ finde ich persönlich die mündliche Prüfung. Doch mindestens eine sollten wir alle schon einmal angetreten haben, bevor wir ins Arbeitsleben starten. Auch ich bin während des Studiums nicht drum herumgekommen, denn ich musste nach dem fünften Semester eine 30-minütige mündliche Prüfung zu den Themengebieten Personalwesen, Investition und Finanzierung abhalten.

Diese Themengebiete wurden in den vorherigen Semestern natürlich schon ausführlich gelehrt. Das Wissen musste ich nun auffrischen. Durch die Skripte zu den jeweiligen Modulen und den Kollegen war das aber alles kein Problem. Besonders geholfen hat die Prüfungssimulation, die die Deutsche Bank für die Prüflinge organisiert hatte. So konnte ich meinen Lernfortschritt vor den ersten Prüfungsterminen (selbst) einschätzen und noch ein paar Tipps für die eigene Prüfung abgreifen. Mir hat diese Simulation erstmal etwas Nervosität genommen

Doch am Tag meiner Prüfung stieg diese wieder, besonders nachdem ich von einigen Fragen, die meinen Kommilitonen vor mir gestellt wurden, Wind bekommen hatte. Fragen, bei denen ich sicherlich hätte kurz überlegen müssen. Natürlich sollte man viele Felder abdecken können, aber wenn wir ganz ehrlich sind, kann man nicht alles bis ins kleinste Detail wissen. Dafür sind es einfach viel zu viele Informationen. Außerdem hat jeder seinen persönlichen Themenschwerpunkt, ergo, andere Themenschwerpunkte liegen einem einfach weniger und benötigen daher mehr Vorbereitung. Bei mir war das Thema Anlageberatung und alles in Bezug dazu eher mein Kryptonit. Und so hoffte ich natürlich inständig, dass sich die Fragen nicht zu sehr darauf beziehen.

Nachdem ich in den Prüfungsraum reingebeten wurde, ist mein Herz nochmal ein Stück weiter in die Hose gerutscht.

„Welche Fragen werden mir gleich gestellt?“
„Hoffentlich werde ich nicht zu sehr auf das Themengebiet Anlageberatung festgenagelt.“
„Es sind NUR 30 Minuten!!“

Diese Fragen gingen mir kurz vorher durch den Kopf. Doch zum Glück ist mit der ersten Frage meine Nervosität komplett verflogen und ich konnte mich voll und ganz auf die Fragen und meine Antworten konzentrieren.

Nach der Prüfung wurde ich für fünf Minuten rausgeschickt, damit die Prüfer sich auf eine Note einigen konnten. Diese fünf Minuten vor der Verkündung der Note waren nervenzerrend, denn ich konnte die Prüfung nicht so wirklich einschätzen. Aber am Ende des Tages lief die Prüfung ganz gut. Ende der Geschicht‘: Es war alles halb so wild. Eine gute Portion Nervosität gehört dazu, aber lasst euch davon nicht unterkriegen! /Carlos, Kiel