Nachgefragt...

Sven ist im August in sein duales Studium Softwaretechnologie mit Schwerpunkt Informationssicherheit gestartet. Was interessiert ihn an diesem Thema?

Für das Thema IT-Security habe ich mich ganz bewusst entschieden. Mich interessiert die Schnittstelle zwischen wirtschaftlichen und technologischen Themen – und beim Thema Informationssicherheit ist dieser Zusammenhang besonders bedeutsam. Es ist extrem spannend wie Innovation und Sicherheit miteinander verknüpft sein müssen, um wirklich nachhaltig zu sein. Auch privat habe ich mich in den vergangenen Jahren ziemlich intensiv mit der Zukunft der Informationstechnologie beschäftigt und habe dadurch eine ganz gute Vorstellung davon, wie die IT-Landschaft sich weiterentwickeln wird. Die Quanten-Computer, mit denen wir in Zukunft arbeiten, werden z.B. über eine wesentlich höhere Rechnerleistung verfügen, eine Gefahr für heutige Verschlüsselungsmechanismen. Dies erfordert es, neue sogenannte Post-Quantum-Kryptografie in unsere IT Systeme zu implementieren – und das ist eine Aufgabe der IT-Security.

Meine persönliche Priorität für das Thema IT-Security hat sich dann im Vorstellungsgespräch bei der Bank noch einmal verstärkt und ich freue mich, dass ich diese Möglichkeit gefunden habe. Bei der Datensicherheit kommt es immer auf viele kleine Details an, die ineinandergreifen müssen, und diese Denk- und Arbeitsweise passt insgesamt gut zu mir. Ich beschäftige mich auch sonst gerne mit kniffligen Fragen oder kleinen Projekten z.B. habe ich schon mal ein Programm zur Behandlung von finanziellen Rohdaten entwickelt. Geduld und Hartnäckigkeit bringe ich auf jeden Fall mit und ich habe Spaß daran, mit Zahlen zu arbeiten und logische Lösungen zu finden – das passt alles schon ganz gut.

Insgesamt ist das Softwaretechnologie-Studium an der Uni breit aufgestellt und ziemlich anspruchsvoll. Durch den Fokus auf Informationssicherheit bekomme ich einen frühen Einstieg in ein abwechslungsreiches und anspruchsvolles Feld und habe die Möglichkeit, meine Praxisphasen in einer Abteilung der Cyber Security zu verbringen. Während der Praxisphasen in der Bank durchlaufe ich unterschiedliche Teams im Bereich Kryptografie - das Consulting-Team hat beratende Funktion bei Produktentwicklungen, im Architektur-Team geht es um die Entwicklung geeigneter Sicherheitskonzepte und im Team Quality Assurance werden alle sicherheitsrelevanten Aspekte von Produkten und Serviceleistungen einem kontinuierlichen Qualitätscheck unterzogen.

Schon jetzt nach ein paar Wochen beeindruckt mich die Kompetenz der Kollegen im Kryptografie-Team. Hier gibt es ein hohes Maß an mathematischem Know-how und ich freu mich auf viele spannende Projekte. In meinen ersten Wochen in der Praxis habe ich z.B. an einem Digital Signing-Projekt mitgearbeitet, bei dem es darum geht, die sichere digitale Signatur von PDF Dokumenten zu ermöglichen, damit verknüpft auch das Ziel, künftig noch mehr Druckerpapier zu sparen. Umweltthemen und klimaneutrale Gestaltung des Arbeitsumfeldes sind bei der Bank ja ohnehin wichtige Themen – auch beim Umbau der Bankzentrale in Frankfurt ist z.B. schon vor einigen Jahren konsequent auf Klimaneutralität geachtet worden. Das PDF-Projekt ist ein gutes Beispiel dafür, wie sicherheitsrelevante Themen bei jedem Innovationsprojekt – ob klein oder groß – eine wichtige Rolle spielen. Das heißt auch, dass die Informationssicherheit sehr viele Entwicklungs- und Spezialisierungsmöglichkeiten bietet - sowohl in wissenschaftlicher Hinsicht wie auch im praktischen Doing. Es liegt in der Natur der Sache, dass Banken hier eine besonders herausragende Funktion übernehmen, da Datensicherheit eine unglaublich hohe Bedeutung für die Kernprodukte und für jede Art von Bankdienstleistung haben. Bei einer so großen Bank wie der Deutschen Bank ist das dann noch mal potenziert. Hier bieten sich so viele Chancen und Möglichkeiten – das wird man in anderen Unternehmen schwer finden.

Viele Grüße /Sven, Eschborn