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26. Mai 2020

Regionale Beratungscenter als Karriereperspektive

Celina erzählt über die Möglichkeiten nach der Ausbildung

Celina am Arbeitsplatz

Ganz allmählich ist das Ende meiner Ausbildung in Sicht und natürlich überlege ich derzeit schon, wie es danach für mich weitergeht. Die meisten Bankkaufleute entscheiden sich nach ihrem Abschluss für einen Karriereweg in einer Filiale, aber die Deutsche Bank ist so groß – hier findet man noch andere Möglichkeiten. Seit einiger Zeit gibt es bei der Deutschen Bank so genannte Regionale Beratungscenter (RBC) – z.B. in Hamburg, Leipzig, Essen Mainz oder München. Die RBC sind jeweils für die Kunden in einer bestimmten Region zuständig und führen Kundenberatungen telefonisch durch. Wie funktioniert das? Macht das überhaupt Spaß? Das wollte ich gerne herausfinden und habe deshalb bei meiner Ausbilderin nachgefragt, ob ich mir das mal live anschauen kann. Tatsächlich hat es geklappt und ich hatte die Möglichkeit für fünf Wochen im RBC in Leipzig zu hospitieren.

Vier Wochen etwas ganz Neues erleben – das ist cool. Leipzig liegt ziemlich in der Nähe von Dresden, am Wochenende konnte ich also bequem nach Hause fahren. Alles easy – wenn, ja wenn da nicht Corona und die erste Phase des Lockdowns gewesen wäre, die alles ein bisschen komplizierter gemacht haben. Aber hier will ich ja nicht über meine Reisewege berichten, sondern über meine Erfahrungen im RBC 😊 Also:

Der Arbeitsplatz im RBC

Das RBC liegt mitten in Leipzig, das ist schon mal sehr angenehm, weil man mitten in der Stadt ist und eine günstige Verkehrsanbindung hat. Die Räume sind hell und freundlich, das Team, das hier arbeitet, sehr jung und die Stimmung entspannt, alle duzen sich. Anders als in einer Filiale gibt es hier keinen direkten Publikumsverkehr, das heißt auch: Offizielle Business-Kleidung ist nicht unbedingt erforderlich – wenn keine offiziellen Termine anstehen, sind Jeans, Bluse und Sneakers auch ok. Im Beratungscenter geht es darum, Kunden mehr Flexibilität zu bieten. Immer mehr Menschen haben unterschiedliche Tagesabläufe, viele arbeiten von zu Hause und möchten sich weite Anfahrtswege ersparen. Termine für telefonische Beratungsgespräche können deshalb bis abends um 20 Uhr und auch für samstags vereinbart werden. Entsprechend variabel sind auch die Arbeitszeiten der Kolleginnen und Kollegen – die Teams werden immer so eingeteilt, dass alle Schichten besetzt sind und dabei kann jeder auch seine persönlichen Prioritäten setzen.

Ein Arbeitstag im RBC

Im RBC gibt es eine Reihe von Arbeitsplätzen, die von den Kollegen flexibel genutzt werden. Alle sind mit PC und Kopfhörern ausgestattet, außerdem gibt es verschiedene Chat-„Boxen“ für Videocalls. Jeder loggt sich morgens in seinem PC ein und findet dann dort eine Reihe von Kundenterminen, die von den Kollegen bei DB Service mit Kunden abgestimmt und dann auf die einzelnen Berater verteilt worden sind. Hier kann man sich also erstmal einen Überblick verschaffen, was für den Tag so ansteht, sich auf die Gespräche vorbereiten, Kundeninformationen anschauen – und dann geht es los. Für jeden stehen also täglich eine ganze Reihe von Beratungsgesprächen auf dem Plan. Dazu kommen dann manchmal auch sogenannte Outbound-Calls im Rahmen von Vertriebsaktionen. Die Beratungsthemen und Abläufe sind hier dieselben wie in der Filiale – Kreditberatung, Geldanlagen, Vorsorgeberatung – nur, dass der Kunde einem nicht direkt gegenübersitzt, sondern es sich während des Gesprächs zuhause oder in seinem eigenen Büro gemütlich macht. Die Gespräche verlaufen nach meiner Erfahrung sehr konstruktiv und freundlich – die Kunden sind häufig entspannter als in der Filiale, da sie sich den Beratungstermin ja ganz gezielt vorgemerkt und entsprechend Zeit eingeplant haben.

RBC als Karriereperspektive

Mir hat meine Zeit in Leipzig richtig viel gebracht und ich habe in kurzer Zeit sehr viel dazu gelernt. Ich war fast normal in die Abläufe eingebunden, konnte bei vielen Beratungsgesprächen zuhören und ziemlich viele auch selbst durchführen (bei Fragen hatte ich natürlich immer eine Ansprechpartnerin, die mich unterstützt hat).

Mir gefällt, dass man hier an einem Tag mit sehr viel unterschiedlichen bankfachlichen Themen zu tun hat und eigentlich immer fachlich gefordert ist. Anders als in der Filiale haben die Berater hier keinen festen Kundenstamm, den sie betreuen, sondern die Kunden werden je nach Arbeitsauslastung auf die Berater verteilt. Auch im RBC gibt es Spezialisten für Privatkunden- und für das Firmenkundengeschäft. Wer lieber persönlich mit festen Ansprechpartnern eine Kundenbeziehung aufbauen möchte, der ist sicher in der Filiale besser aufgehoben, aber mir gefällt dieses sehr fokussierte, an Sachthemen orientierte Arbeiten sehr gut. Die Kundengespräche verlaufen ebenso intensiv wie in der Filiale, der zeitliche Rahmen ist offen und die Kunden nutzen diese Alternative zum Filialbesuch sehr gerne. Neben dem Telefon wird immer häufiger auch die Möglichkeit zum Video-Call in Anspruch genommen. Klar, dass das dieses Beratungsmodell durch Corona sicher noch weiteren Aufschwung bekommt.

Mein Fazit nach fünf Wochen RBC fällt sehr positiv aus. Kann gut sein, dass ich versuche, nach meiner IHK-Prüfung im Sommer hier fest einzusteigen 😊. /Celina, Dresden