Viele Wege führen zum Ziel

Tamaras Weg zum berufsintegrierenden Studium

Nach dem Abi ging es mir wie es wahrscheinlich vielen von euch geht: Ich war mir nicht sicher, ob ich eine Ausbildung mache oder lieber studiere. Dabei habe ich natürlich auch über ein Duales Studium nachgedacht und mich in verschiedene Richtungen beworben. Von der Deutschen Bank bin ich dann zum Bewerbungsgespräch für die Ausbildung zur Bankkauffrau eingeladen worden und danach war für mich klar: Das will ich machen. Die Leute sind total nett und das Arbeitsumfeld hier in „meiner“ Filiale in Berlin-Neukölln gefällt mir. Die Arbeit macht mir Spaß und ich bin auch jetzt noch total happy mit meiner Entscheidung.

Außerdem hat meine Ausbildung noch einen besonderen Clou bekommen, weil ich herausgefunden habe, dass ich mich bereits während der Ausbildung zusätzlich mit BWL-Themen beschäftigen und die Weichen für einen Studienabschluss stellen kann. Die Berufsschule, an der ich meinen bankfachlichen Unterricht bekomme, bietet Auszubildenden nämlich die Möglichkeit, sich praxisbegleitend auf einen Abschluss als staatlich geprüften Betriebswirt/Betriebswirtin vorzubereiten. Super, oder? Zum Auftakt des Berufsschulunterrichts sind wir darüber informiert worden, und ich habe mich sofort dafür entschieden, dieses Angebot zu nutzen. Konkret heißt das, dass ich im Moment einmal in der Woche - Mittwochabends - ein zusätzliches, zwei-stündiges Seminar in der Berufsschule besuche. Das Seminar ist gekoppelt an den "normalen" Berufsschulunterricht bzw. baut darauf auf. Gute Leistungen in den Berufsschulfächern sind Voraussetzung für die Teilnahme.

Zwei Stunden in der Woche - das klingt zunächst mal nicht viel, ist aber bei Licht besehen schon ein deutlicher Mehraufwand, denn Vor- und Nachbereitung kosten Zeit und natürlich schreiben wir zwischendurch auch Klausuren. Zudem steigt ja auch der Anspruch an die anderen schulischen Leistungen. Aber ich bekomme das im Moment gut hin. Ich habe da schon einen gewissen Ehrgeiz und finde das zusätzliche Lernangebot sehr spannend. Wenn ich (in jetzt knapp 2 Jahren) meine Ausbildung beendet habe und – wie ich natürlich hoffe – von der Bank übernommen werde, kann ich das Studium dann berufsintegrierend abschließen. Der Aufwand wird dann entsprechend höher, und natürlich darf trotzdem die Arbeit nicht zu kurz kommen. Seminare und Veranstaltungen finden dann an drei Terminen in der Woche statt, unter der Woche abends oder auch am Samstag. Da muss und werde ich mich dann eng mit meinem Vorgesetzten und meinem Filialteam abstimmen. Zum Abschluss kann ich dann sogar auch meinen Bachelor machen und das habe ich fest vor. Wenn schon, denn schon.

Ich bin mir nicht sicher, ob es das Angebot des praxisbegleitenden Studiums in allen Bundesländern gibt, oder ob es sich hier um ein spezifisches Berliner Modell handelt. Jedenfalls gilt: Informieren lohnt sich immer, und auch wenn es zum beruflichen Einstieg mit dem Dualen Studium nicht klappt – es gibt immer viele Wege zum Ziel.

Eure Tamara #dbBerufsausbildung #dbBerufsausbildungBKL